Außenwohngruppe NeuStart

Lachender Junge
  • Inobhutnahme und Krisenintervention
  • Klärungs- und Übergangshilfe

Geschlecht: koedukativ
Aufnahmealter: 12 – 17
Plätze: 9
Gesetzliche Grundlagen: § 42 und §§ 27, 34, 36, 41 SGB VIII


Hier können Sie den Flyer NeuStart downloaden

Zielgruppe

Die beiden Leistungsangebote “Inohutnahme und Krisenintervention“ sowie “Klärungs- und Übergangshilfe“ der AWG NeuStart sind geeignet für ältere Kinder und Jugendliche sowie unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Alter zwischen 12 und 17 Jahren und in begründeten Ausnahmefällen für junge Volljährige.

Die Inobhutnahme und Krisenintervention richtet sich an Kinder und Jugendliche,

  • die in eine akute Not- bzw. Konfliktlage geraten sind,
  • die des sofortigen, unkomplizierten und verbindlichen Schutzes bedürfen,
  • bei denen die körperliche, geistige und seelische Unversehrtheit oder Entwicklung in der Familie bzw. im Herkunftssystem/-milieu nicht mehr gewährleistet ist,
  • deren bisheriges familiäres System sich aufgelöst hat,
  • die sich in der Ablösungsphase vom Elternhaus bzw. bisherigen Herkunftsmilieu in starken Loyalitätskonflikten und Krisen befinden,
  • die keine Bleibe mehr haben, hilflos oder in Not sind und in unterschiedlichen Abhängigkeiten (über-)leben, in denen sie gefährdet sind und die eine gesunde Entwicklung nicht zulassen,
  • deren Familien oder Betreuungssysteme in Überforderungssituationen die Unterstützung für eine Deeskalation, Konfliktmusterunterbrechung oder die Klärung der Situation, Beziehungs- und Interaktionsgestaltung des Kindes/Jugendlichen mit Empfehlung zur weiteren Hilfe- und Fördergestaltung wünschen.

Die Klärungs- und Übergangshilfe richtet sich darüber hinaus an Kinder und Jugendliche,

  • die für die Zeit der Veränderungen im und Stabilisierung des Herkunftssystems professionelle Unterstützung und Begleitung benötigen,
  • bei denen nach Beendigung einer Inobhutnahme/Krisenintervention eine Rückkehr ins Herkunftssystem nicht möglich und die weitere Perspektive noch unklar ist,
  • Kinder und Jugendliche, die in einem Heim oder einer Pflegefamilie leben, bei denen ein endgültiger Abbruch der Maßnahme droht,
  • Kinder, Jugendliche und deren Familien, für die eine ambulante Erziehungshilfemaßnahme installiert ist, die aber nicht mehr ausreichend erscheint,
  • Kinder und Jugendliche, die sich im Übergang zwischen Lebensabschnitten bzw. zwischen (Betreuungs-)Systemen befinden und hierbei professionelle Unterstützung, Prozessbegleitung, Motivation und/oder Aktivierung benötigen,
  • Kinder und Jugendliche zur Überbrückung von Wartezeiten, z.B. vor einer geplanten stationären kinder- und jugendpsychiatrischen Diagnostik oder bei krankheitsbedingtem Ausfall der Erziehungsberechtigten

Pädagogische Handlungsansätze

Inobhutnahme und Krisenintervention
Als besonderes sozialpädagogisches Hilfeangebot in Krisen- und Gefahrensituationen ist die Aufnahme und Unterbringung in NeuStart entsprechend den jugendhilferechtlichen Anforderungen als eine Kopplung aus

  • sozialpädagogischer Krisenintervention und
  • Betreuung mit Schutz-, Entlastungs-, Deeskalations-, Klärungs- und Stabilisierungsfunk-tion gestaltet.

Im Rahmen dieses kurzfristigen Unterbringungsangebotes in einer Not- bzw. Konfliktsituation, erfährt der junge Mensch

  • eine umfassende Grundversorgung (Essen, Körperpflege, Schlafen, Wäsche),
  • Abstand von der konflikthaften und belastenden Situation,
  • einen Halt und Orientierung gebenden Rahmen in professionell gestalteter Gruppenat-mosphäre,
  • psychische Entlastung und Stabilisierung über Gesprächs- und Beratungsangebote
  • bei entsprechender Indikation eine intensive sozialpädagogische Begleitung und Klärung seiner Situation.

Klärungs- und Übergangshilfe zusätzlich

  • Individuelle Auftragsklärung orientiert an den lebensbiographischen Erfahrungen und der aktuellen Situation des jungen Menschen und seines Herkunftssystems sowie dem Auftrag des Jugendamtes
  • systemisch orientierte sozialpädagogische Anamnese, Diagnostik sowie Prozessgestaltung
  • “Ziel- und Eigenplanung“
  • Erziehungsplanung
  • gezielte Gestaltung von Übergängen sowie Vorbereitung bei Rückführung oder Wechsel in die geplante Form der Betreuung
  • Ressourcen- und lösungsorientierte Initiierung von Veränderungsprozessen bei dem jungen Menschen

Ziele

Inobhutnahme und Krisenintervention

  • Gefahrenabwendung durch eine sicheren und geschützten Ortes (Schutz vor ungewollten Kontakten und Übergriffen jeglicher Art),
  • Schutz des jungen Menschen vor dysfunktionalen und schädigenden Einflüssen des Herkunftsmilieus und Lebensumfeldes
  • Deeskalation der Krisensituation
  • Kurze und vorläufige bis mittelfristige Entlastung des jungen Menschen und seiner Familie/seines Herkunftssystems mit dem Ziel, Ruhe und Abstand zu finden, sich zu erhalten, zu orientieren und neu zu planen
  • Kurz- bis mittelfristige (Ab-) Klärung der Problemlage mit und für den jungen Menschen und situationsangemessen für dessen Herkunftssystem
  • Klärung von Rollen und Grenzen im System
  • Unterstützung und Stabilisierung des jungen Menschen durch psychosoziale Beratung und aktive ressourcen- und lösungsorientierte Begleitung, ggf. unter Hinzuziehung externer Helfer, zur möglichst kurzfristigen Entwicklung einer realistischen Problemlösung
  • Qualifizierte Empfehlung zum zukünftigen Hilfebedarf und zu einem entsprechend geeigneten Hilfesetting

Klärungs- und Übergangshilfe

  • Fortführung der Klärung der Krisensituation
  • Ressourcen- und lösungsorientierte Initiierung von Veränderungsprozessen bei dem jungen Menschen
  • (Re-)Aktivierung, Förderung und Stabilisierung individueller Ressourcen, Selbsthilfekräfte und Kompetenzen für den jungen Menschen zur Perspektivklärung für den jungen Menschen
  • Motivation der Eltern für die notwendige Unterstützung und das Mittragen dieser entwickelten Lebensperspektive
  • Qualifizierte Empfehlung zum zukünftigen Hilfebedarf und zu einem entsprechend geeigneten Hilfesetting
  • Rückkehr des jungen Menschen ins Elternhaus bzw. Herkunftssystem unter neuen und gemeinsam getragenen veränderten Voraussetzungen, ansonsten Begleitung der Vermittlung in ein geeignetes Setting bzw. Lebensumfeld
  • Gestaltung gelingender Ablösungsprozesse für junge Menschen vom Elternhaus/Herkunftssystem Gestaltung und Sicherstellung gelingender Übergängen für junge Menschen in neue Lebensabschnitte bzw. (Betreuungs-) Systeme

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Leistungsbeschreibung

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