Perspektivklärungsgruppe JuMP-Wachtberg (AWG)


Geschlecht:
koedukativ
Aufnahmealter: 4-10 Jahre
Plätze: 3 Intensivplätze + 4 Intensiv-Plus-Plätze
Gesetzliche Grundlagen:
§§ 8a, 27, 34 und 42 SGB VIII.

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Zielgruppe

Die Gruppe JuMP-Wachtberg ist geeignet für Kinder,

  • die einen hohen Betreuungsbedarf (bezüglich ihres Alters, Förderbedarfe oder Verhaltensproblematiken) haben,
  • die im Rahmen einer beendeten Krisenintervention/Inobhutnahme oder noch nicht abschließend geklärter Perspektive (z. B. durch langwieriges Gutachten/Gerichtsprozesse) untergebracht sind und eines stabilen und kontinuierlichen Settings und Umfelds bedürfen,
  • die aufgrund ihres Alters, Förderbedarfe, Verhaltensproblematiken, erhöhter Betreuungsanforderung sonst nicht innerhalb eines Kriseninterventions- und Inobhutnahmeangebots untergebracht werden könnten.

Pädagogische Handlungsansätze

Die Krisenintervention ermöglicht die Stabilisierung sowie die sofortige Betreuung und Versorgung der Kinder in einem für sie sicheren und geschützten Rahmen. Sie dient zur Beruhigung und Klärung der aktuellen Situation des Kindes und seines Herkunftssystems.

In der Perspektivklärung stehen die Aufarbeitung der aktuellen Situation und der Hilfebedarf des Kindes und seiner Herkunftsfamilie im Vordergrund. Während der Unterbringung werden die Förder- und Hilfebedarfe der Kinder ermittelt und vorhandene Ressourcen gestärkt und gefördert. Hierbei spielt, falls möglich, die Kooperation und Zusammenarbeit mit dem Herkunftssystem eine maßgebende Rolle, um eine tragfähige und stabile Perspektiventwicklung zu gestalten. Die Perspektivklärung sowie deren Umsetzung dauern in der Regel zwischen 3 und 12 Monate.

In der Unterbringung bei besonderen Bedarfen wird Kindern, die aufgrund ihrer Lebensgeschichte nicht in größeren Gruppen mit anderen Kindern zusammenleben können und/oder für die Unterbringung in ihrer Herkunftsfamilie oder einer Pflegefamilie aufgrund der erhöhten Betreuungsanforderungen momentan nicht in Frage kommen und/oder im Rahmen einer beendeten Krisenintervention/Inobhutnahme oder noch nicht abschließend geklärter Perspektive (z. B. durch angwieriges Gutachten/Gerichtsprozesse) innerhalb von Inobhutnahmen/Perspektivgruppen untergebracht sind, aufgrund ihres Bedarfes ein stabiles und kontinuierliches Setting und Umfeld geboten.

Ziele

  • Beruhigung und Klärung der aktuellen Situation sowie der zukünftigen Perspektive
  • Entlastung der Kinder und ihrer Familien
  • Stabilisierung, Betreuung und Versorgung der Kinder in einem sicheren und geschützten Rahmen
  • Ermittlung von Förder- und Hilfebedarfen durch sozialpädagogische Diagnostik und Ressourcencheck
  • Klärung der Rollen und Aufgaben im Herkunftssystem
  • Kooperation und Zusammenarbeit mit dem Herkunftssystem für die Gestaltung einer tragfähigen und stabilen Perspektiventwicklung
  • Klärung der weiteren Lebensperspektive (z. B. Rückkehr in die Herkunftsfamilie, ggf. Vermittlung in eine Pflege- oder Adoptionsfamilie, Erziehungsstelle oder ggf. Folgegruppe)
  • einen sicheren und verlässlichen Lebensort zu bieten
  • einen Ort zu schaffen, an dem Kinder vor Gewalt und vor emotionaler Verwahrlosung sicher sind
  • korrigierende Bindungserfahrungen und positive Beziehungen zu erfahren
  • Beziehungsunsicherheit oder Beziehungslosigkeit mit Beziehungsangeboten entgegen zu wirken
  • Behutsame Gestaltung der Übergänge, z. B. bei Rückführung der Kinder in ihre Herkunftsfamilien, Eingliederung in eine Pflegefamilie bzw. Erziehungsstelle oder in eine andere Hilfeform

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